Zuckeraustauschstoffe: Süßer Geschmack mit bitteren Folgen?
Die steigende Prävalenz von Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes hat dazu geführt, dass immer mehr Menschen nach gesünderen Alternativen zu herkömmlichem Zucker suchen. Zuckeraustauschstoffe sind seit langem eine beliebte Wahl für Diätetiker und Menschen, die versuchen, ihren Zuckerkonsum zu reduzieren. Diese süßen Verbindungen versprechen den süßen Geschmack, den wir lieben, ohne die negativen gesundheitlichen Auswirkungen, die mit einem hohen Zuckerkonsum verbunden sind.

Es gibt verschiedene Zuckeraustauschstoffe, die jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile haben. Eine interessante Studie hat beispielsweise festgestellt, dass Erythritol von Menschen gut vertragen wird, aber eine nicht ignorierte negative Auswirkung auf die Gesundheit des Magens und des Verdauungssystems hat [1].
Interessanterweise haben einige Studien vorgeschlagen, dass die Einnahme von Zuckeraustauschstoffen tatsächlich dazu führen kann, dass die Verbraucher mehr Kalorien verbrauchen. Eine Studie, veröffentlicht im Journal „Trends in Endocrinology & Metabolism“, fand heraus, dass Menschen, die regelmäßig zuckerfreie, künstlich gesüßte Getränke trinken, tatsächlich ein höheres Risiko für Übergewicht, metabolisches Syndrom und Typ-2-Diabetes haben [2].
Verschiedene Zuckeraustauschstoffe, wie Xylit und Erythritol, haben in Studien gezeigt, dass sie bei übermäßigem Konsum dehydrieren und den Körper von bestimmten Nährstoffen entleeren können. Langzeitstudien auf Mensch und Tier weisen darauf hin, dass Stevia und Saccharin bei längerer Anwendung zu Leber- oder Nierenschäden führen können [3].
Profile gängiger Zuckeraustauschstoffe und potenzielle Auswirkungen
Zuckeraustauschstoff | Kalorien pro Gramm | Süße im Vergleich zu Zucker | Potenzielle Auswirkungen |
---|---|---|---|
Aspartam | 4 | 200x | Kann Kopfschmerzen verursachen; unsicher bei Phenylketonurie |
Sucralose | 0 | 600x | Kann den Blutzucker beeinflussen |
Stevia | 0 | 200-300x | Einige Untersuchungen deuten auf eine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit hin |
Saccharin | 0 | 300-400x | Kann den Blutzucker beeinflussen; mögliche Verbindung zu Krebs |
Acesulfam-K | 0 | 200x | Kurzfristige Studien zeigen keinen Effekt, aber Langzeitwirkungen sind unbekannt |
Xylitol | 2,4 | So süß wie Zucker | Kann Durchfall verursachen; tödlich für Hunde |
Erythritol | 0,2 | So süß wie Zucker | Kann den Magen belasten |
Insgesamt zeigen die verfügbaren Forschungsergebnisse, dass Zuckeraustauschstoffe einige gesundheitliche Bedenken aufwerfen und dass ein bewusster Umgang mit deren Konsum ratsam ist. Normale Mengen können für die meisten Menschen sicher sein, obwohl diejenigen, die gesundheitliche Probleme haben oder schwanger sind, möglicherweise vorsichtiger sein sollten [4].
Quellen
- „Erythritol: A Review of Biological and Toxicological Studies „, Regulatory Toxicology and Pharmacology, 1996.
- „Artificially sweetened beverages and the response to the global obesity crisis“, Trends in Endocrinology & Metabolism, 2016.
- „Long-term toxicity of saccharin in rats“, Food and Chemical Toxicology, 2001.
- „Non-nutritive sweeteners and health outcomes: a systematic review and meta-analysis of randomized and non-randomized controlled trials“, Nutrition Journal, 2020.